CopiOs® Pericardium Membran


Fest und doch adaptierbar

Die CopiOs Pericardium Membran wird aus bovinem (vom Rind stammend) Perikard hergestellt. Sie liefert eine formbare, lang haltbare Barriere1 und ist fest2 genug, um die verschiedene klinische Anforderungen zu erfüllen. Außerdem ist die CopiOs Pericardium Membran flexibel genug, um sich an anspruchsvolle Transplantatkonturen anzupassen. CopiOs Pericardium Membran werden im Tutoplast® Verfahren gereinigt und abschließend sterilisiert3. CopiOs Pericardium Membranen sind als Medizinprodukt mit der Nummer CE0197 zugelassen.

Tutoplast® ist ein registrierter Markenname der Tutogen Medical GmbH

Der einzigartige Tutoplast Prozess zur Herstellung von CopiOs Pericardium Membranen Der proprietäre Tutoplast Prozess gewährleistet den höchsten Standard von Gewebesicherheit und -qualität bei minimalem Risiko einer Krankheitsübertragung3.

Das Verfahren konserviert

  • die wertvolle Kollagenmatrix und
  • die Gewebeintegrität bei gleichzeitiger Inaktivierung von Pathogenen und schonender Entfernung unerwünschter Materialien wie etwa Zellen, Antigene und Viren3.

 

Das Resultat ist ein sicheres, biokompatibles Gewebe. In 43 Jahren sind mehr als 3 Millionen Transplantate durch das Tutoplast Verfahren sterilisiert und angewendet worden, ohne einen einzigen Fall einer transplantat-bedingten Infektion2.

Der Tutoplast Prozess umfasst mehrere Bearbeitungschritte3:

1.) Osmotische Behandlung
Das Perikard wird abwechselnd in destilliertem Wasser und Salzbädern gespült. Dies führt zum Aufbrechen der Zellwände und wäscht intrazelluläres Zellmaterial aus. Zusätzlich werden potenzielle Bakterien und Viren inaktiviert.


2.) Oxidative Behandlung
Die oxidative Behandlung umfasst das Spülen des Gewebes mit Wasserstoffperoxid. Dabei werden restliche, nicht-kollagene Proteine denaturiert, potenzielle verbliebene Viren inaktiviert und mögliche Antigenität beseitigt.


3.) Alkalische Behandlung
Die alkalische Behandlung schließt eine einstündige Spülung des Perikards mit 1 N Natronlauge ein. Dabei werden potentiell enthaltene Prionen wirkungsvoll beseitig4.


4.) Lösungsmittel-Trocknung
Das Gewebe wird in sieben Aceton-Bädern dehydriert. Der Restfeuchteanteil beträgt < 5%. Die schonende Lösungsmitteltrocknung bewahrt die natürliche Kollagen-Zusammensetzung und Festigkeit des Gewebes.


5.) Niedrig-Dosis-Gammabestrahlung
Nach Verpackung erfolgt die Bestrahlung mit einer Dosis von 17,8 kGy. Diese Dosis gewährleistet eine minimale strukturelle Gewebeschädigung. Die sterilisierten Gewebeprodukte sind 5 Jahre bei Raumtemperatur lagerfähig.

Native Membran
Erhält die natürliche Struktur und Zusammensetzung von natürlichem Perikard aufgrund des einzigartigen Tutoplast Prozesses3, resultierend in optimaler Leistungsfähigkeit, Handhabung und multidirektionaler Reißfestigkeit5,6. Die native Kollagenstruktur verhindert zuverlässig das Einsprießen von Bindegewebszellen7 und unterstützt die Bildung von neuem Knochen.

Lang anhaltende Barrierefunktion
Liefert nachweislich eine stabile, langanhaltende Barrierefunktion während der Einheilung und Integration von Puros® Allografts sowie verzögert oder sofort gesetzten Implantaten6,8. Die Barrierezeit beträgt mit 8 – 24 Wochen9,10.

Biokompatible und gewebefreundlich
Unterstützt die Proliferation von Osteoblasten und PDL (periodontal ligament) Zellen in vitro11.

Steril
CopiOs Pericardium Membranen werden mit einer Niedrig-Dosis-Gammabestrahlung terminal sterilisiert3.

Einfache Handhabung
Schnelle Rehydratisierung, fünf Jahre Haltbarkeit und Aufbewahrung bei Raumtemperatur12.

 

Vereinfachtes Handling
Möglichkeit der beidseitigen Anwendung, da die Membran nicht seitenspezifisch ist. Optimale Leistungsfähigkeit und Handhabung durch den Tutoplast Prozess.

Resorbierbar
Umbau zu körpereigenen Bindegewebe. Kein Zweiteingriff zur Entfernung der Membran notwendig1,13.

Nachgewiesene Effektivität
Klinisch demonstrierte Leistungsfähigkeit bei Verfahren zur gesteuerten Knochenregeneration8,6, bei denen einfache Handhabung und Adaptierbarkeit an Oberflächenkonturen entscheidend sind. Unterstützt eine ästhetische Weichgewebereaktion8,6 durch Erleichterung von Zelladhäsion und -proliferation sowie Remodellierung zu vaskularisiertem Bindegewebe8,14.

Festigkeit
Multidirektionale Festigkeit des natürlichen Perikardgewebes ermöglicht die Anwendung in Zusammenhang mit unterschiedlichen Nahtmaterialien und Pins8.

CopiOs Pericardium Membranen sind indiziert15:

  • Gesteuerter Geweberegeneration (GTR) in der Parodontologie
  • Abdeckung und Schutz von Knochenaufbaumaterial bei der gesteuerten Knochenregeneration (GBR)
  • Verschluss von Perforationen der Schneider’schen Membran
  • Verschluss des lateralen Fensters nach Sinuslift
  • Verschluss von Mund-Atrum-Verbindungen
  • Weichgewebeaugmentation
  • Weichgewebesubstitution nach Resektion

Darreichungsformen und Artikelnummern

CopiOs® Pericardium Membran

Artikel-Nr. Größe Membran
97002 15×20 mm
97003 20×30 mm
97004 30×40 mm

Die FAQs zu CopiOs® Pericardium Membran

FAQs

Wie lang ist die Barrierefunktion der CopiOs Pericardium Membran, wie wird die CopiOs Pericardium Membran angewendet, wie werden CopiOs Pericardium Membranen gelagert

mehr Information
Einzelnachweise

  1. Rothamel D et al. Clin. Oral Implants Res. (2005) 16:369-78.
  2. Daten in Akten bei Tutogen Medical GmbH und RTI Biologics, Inc.
  3. Schoepf C. International Magazine of Oral Implantology (2006) 1:10-15.
  4. Diringer H et al. The Lancet (1989) 333:439-440.
  5. Kistler S et al. Dental Asia (2008) March/April:48-51.
  6. Simsek B et al. Chin Med J (Engl) (2003) 116:1216-9.
  7. Ahn Y-S et al. Oral Surgery, Oral Medicine, Oral Pathology and Oral Radiology (2012) 114:S126-S131.
  8. Kistler S et al. Implantologie Journal (2004) 7:32-34.
  9. Rothamel D et al. Clin. Oral Implants Res. (2005) 16:369-78.
  10. Siar CH et al. Clin Oral Implants Res (2011) 22:113-20.
  11. Rothamel D et al. Clin. Oral Implants Res. (2004) 15:443-9.
  12. Daten in Akten bei Tutogen Medical GmbH und RTI Biologics, Inc.
  13. Aslan M et al. J Contemp Dent Pract (2004) 5:114-23.
  14. Steigmann M. Implant Dent. (2006) 15:186-91.
  15. CopiOs Pericardium Membran, Gebrauchsanweisung, Rev. 03. 2009.