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Puros® Allograft Allgemeine Informationen


Die natürliche Wahl für gesundes Knochenwachstum


Puros Allograft Materialien sind aufgrund ihrer langjährigen, gut dokumentierten klinischen Resultate für viele Zahnärzte das Knochenersatzmaterial der Wahl geworden1-5Puros Allograft unterstützt das natürliche Knochenwachstum. Im Laufe der Zeit wird Puros Allograft auf natürliche Weise vom Körper resorbiert und durch körpereigenen Knochen ersetzt.

Puros Allograft Knochenersatzmaterialien sind Gewebetransplantate gewonnen von humanem (menschlichem) Knochen. Der Spenderknochen stammt ausschließlich von Lebendspendern.

Diese so genannte Gewebespende unterliegt europäischen6-8 und nationalen Richtlinien9Puros Allograft Produkte werden unter Einhaltung und Erfüllung dieser Richtlinien im Tutoplast® Prozess gereinigt und abschließend sterilisiert10Puros Allografts sind in Deutschland durch das zuständige Bundesinstitut (Paul-Ehrlich-Institut) als Arzneimittel zugelassen: Zulassungsnummer PEI.H.04761.01.1.11

Der einzigartige Tutoplast Prozess zur Herstellung von Puros Allografts.

Der proprietäre Tutoplast Prozess gewährleistet den höchsten Standard von Gewebesicherheit und -qualität bei minimalem Risiko einer Krankheitsübertragung10.

Der Tutoplast Prozess konserviert

  • die wertvolle Kollagenmatrix,
  • das natürliche Knochenmineral und
  • die Gewebeintegrität bei gleichzeitiger Inaktivierung von Pathogenen und schonender Entfernung unerwünschter Materialien wie etwa Zellen, Antigene und Viren 10.

 

Das Resultat ist ein sicheres, biokompatibles Gewebe. In 43 Jahren sind mehr als 3 Millionen Transplantate durch den Tutoplast Prozess sterilisiert und angewendet worden, ohne einen einzigen Fall einer transplantat-bedingten Infektion12 .

Tutoplast® ist ein registrierter Markenname der Tutogen Medical GmbH.

 

Der Tutoplast Prozess umfasst mehrere Bearbeitungsschritte10:

1.) Entfettung
Die Entfettung des Knochengewebes mit Aceton im Ultraschallbad verbessert die Zugänglichkeit der Spüllösungen in den folgenden Prozessschritten. Potenzielle Viren werden durch Aceton inaktiviert.


2.) Osmotische Behandlung
Das entfettete Gewebe wird abwechselnd in destilliertem Wasser und Salzbädern gespült. Dies führt zum Aufbrechen der Zellwände und wäscht intrazelluläres Zellmaterial aus. Zusätzlich werden potenzielle Bakterien und Viren inaktiviert.


3.) Oxidative Behandlung
Die oxidative Behandlung umfasst das Spülen des Gewebes mit Wasserstoffperoxid. Dabei werden restliche, nicht-kollagene Proteine denaturiert, potenzielle verbliebene Viren inaktiviert und mögliche Antigenität beseitigt.


4.) Lösungsmittel-Trocknung
Das Gewebe wird in sieben Aceton-Bädern dehydriert. Der Restfeuchteanteil beträgt < 5%. Die schonende Lösungsmitteltrocknung bewahrt die natürliche Kollagen-Mineral-Zusammensetzung und Festigkeit des Gewebes.


5.) Niedrig-Dosis-Gammabestrahlung
Nach Verpackung erfolgt die Bestrahlung der prozessierten Gewebe mit einer Dosis von 17,8 kGy. Diese Dosis gewährleistet eine minimale strukturelle Gewebeschädigung. Die sterilisierten Gewebeprodukte sind 5 Jahre bei Raumtemperatur lagerfähig.

Osteokonduktiv

Durch Konservierung des natürlichen Knochenmatrixkollagens und der mineralischen Zusammensetzung des trabekulären Aufbaus und der ursprünglichen Porosität 13, 5 werden die osteokonduktiven Eigenschaften erhalten, und das Einwachsen von vaskulärem sowie zellulärem Gewebe ermöglicht 3.

Aufbau von gesundem, stabilem Knochen

Schneller, vorhersagbarer Umbau, nachgewiesen in klinischen Humanstudien 1-3,14.

Steril

Puros Allografts werden mit einer Niedrig-Dosis-Gammabestrahlung terminal sterilisiert10.

Einfache Handhabung

Schnelle Rehydratisierung, fünf Jahre Haltbarkeit und Aufbewahrung bei Raumtemperatur12
Durch die Behandlung des Knochenmaterials mit dem Tutoplast Prozess entsteht ein Knochenersatzmaterial, welches einfach in den Defekt eingebracht werden kann.

Für Gewebespenden sowie deren Aufbereitung und Bereitstellung als allogene Gewebetransplantate gelten in Deutschland strenge rechtliche Vorgaben, die u. a. im Arzneimittelgesetz, im Transplantations- und Transfusionsgesetz sowie in der Arzneimittelwirkstoff- und Herstellungsverordnung für pharmazeutische Unternehmer geregelt sind.

Spenderauswahl

Puros Allograft Knochenersatzmaterialien sind Gewebetransplantate gewonnen von humanem (menschlichem) Knochen. Der Spenderknochen stammt ausschließlich von Lebendspendern, denen der Femurkopf beim Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks entnommen wurde. Diese so genannte Gewebespende unterliegt strengen Richtlinien6-9,15. Es werden nur Gewebespenden verwendet, bei denen die Einwilligung des Spenders vorliegt und nach den derzeitig gültigen Vorschriften und Richtlinien, alle Risikofaktoren ausgeschlossen werden können und alle Qualitätsanforderungen erfüllen9,12,15. Eine umfangreiche Anamnese und serologische Testung des Spenders (z.B. Nukleinsäure-Amplifikationstechniken) ist verpflichtend9, 15, 16.

Validierter Herstellprozess

Puros Allograft Produkte werden unter Einhaltung strenger Vorgaben für Konsistenz und Qualität im Tutoplast Prozess gereinigt und abschließend sterilisiert10. Um die Sicherheit von humanen Gewebespenden zu gewährleisten wird eine validierte Virusinaktivierung bei der Aufbereitung der Spendergewebe nach den gültigen Anforderungen und Richtlinien7-9,15 durchgeführt. Nationale und internationale Richtlinien zur Virussicherheit von Blut-, Plasma- und Gewebeprodukten fordern als Akzeptanzkriterium einen Reduktionsfaktor viraler Beladung von ≥ 4 log10: vgl. Richtlinien des Paul-Ehrlich-Instituts17,18 der EU19 der WHO20 und der geltenden Norm DIN EN 1447621. Die Virusinaktivierung erfolgt beim Tutoplast Prozess in allen Teilschritten des Prozesses.

Der Tutoplast Prozess wurde auf seine Virusinaktivierung bzw. –eliminierung mehrfach von unabhängigen Einrichtungen validiert und ein Reduktionsfaktor ≥12 log10 ermittelt22. Dies entspricht einer 100.000.000-mal höheren Reduktion als die geforderten >4 log10. Um eine sogenannte Kreuzkontamination zu vermeiden wird das Gewebe eines einzelnen Spenders (I) getrennt von anderen Spendergeweben gelagert, (II) getrennt von anderen Spendergeweben aufbereitet und (III) getrennt von anderen Spendergeweben final verpackt. Eine Vermischung von Geweben unterschiedlicher Spender („Poolen“) ist ausgeschlossen.

In 43 Jahren sind mehr als 3 Millionen Transplantate durch das Tutoplast Prozess sterilisiert und angewendet worden, ohne einen einzigen Fall einer transplantat-bedingten Infektion12. Eine Übertragung von Krankheiten kann bei biologischen Materialien jedoch nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden.

Sterilisation

Puros Allograft Produkte sind durch Niedrig-Dosis-Gammabestrahlung (17,8 kGy) sterilisiert und werden in steriler Verpackung angeliefert. Die Niedrig-Dosis-Gammabestrahlung garantiert einen Sterilitätsgrad von 10-6 gemäß aktueller Norm 23. Bei Raumtemperatur können die Puros Allograft Produkte 5 Jahre ab Herstelldatum gelagert werden.

Dokumentation

Das Transplantationsgesetz legt Maßnahmen zur eindeutigen Rückverfolgbarkeit (vom Empfänger zum Spender) von Gewebetransplantaten fest 24. Dies schließt ein, dass die Unterlagen der Gewebeentnahme, Spendertestung und Gewebezubereitung 30 Jahre lang aufbewahrt werden müssen (§15 TPG). Weiterhin werden Rückstellproben jeder Gewebespende für mind. 15 Jahre aufbewahrt 25. Genehmigungs- und Zulassungsinhaber zur Herstellung von allogenen Gewebeprodukten sind gemäß §63c Abs. 2 AMG verpflichtet, jeden Verdacht eines schwerwiegenden Zwischenfalls und jeden Verdacht einer schwerwiegenden unerwünschten Reaktion unverzüglich dem Paul-Ehrlich-Institut anzuzeigen. Zusätzlich besteht für Gewebeeinrichtungen eine jährliche Meldepflicht gemäß §8d Abs. 3 TPG zur Erfassung der Menge an verarbeiteten Gewebe.

Überwachung

Zimmer Dental verpflichtet sich, Produkte mit den höchstmöglichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards anzubieten. Aus diesem Grund wird der Hersteller (Tutogen Medical GmbH) der Puros Allografts regelmäßig durch nationale und internationale Institutionen überwacht und inspziert6. Nationale Institutionen sind die Arzneimittelüberwachung des Freistaats Bayern sowie das Bundesinstitut Paul-Ehrlich-Institut, internationale Institutionen sind z.B. die ANSM in Frankreich oder die FDA in den USA.

Die Firma Tutogen Medical GmbH verfügt über alle notwendigen Voraussetzungen zur Herstellung von allogenen Gewebeprodukten u.a. über die Herstellerlaubnis für Arzneimittel nach §13 AMG.

Die Abgabe und der Handel mit Arzneimitteln sind rechtlich reguliert. Puros Allograft Produkte dürfen nur nach ärztlicher bzw. zahnärztlicher Verschreibung/Bestellung an die bestellende Praxis/Klinik abgegeben werden. Die Firma Zimmer Dental GmbH verfügt über die notwendige Großhandelserlaubnis zum Handel mit Humanarzneimitteln gemäß §52a AMG.

Transparenz

Allogene Gewebe und Produkte daraus z.B. Puros Allografts sind in Deutschland gemäß Arzneimittelgesetz (AMG) 26, 27 als Arzneimittel zuzulassen. Puros Allografts erfüllen die Zulassungsvoraussetzungen und sind durch das zuständige Bundesinstitut (Paul-Ehrlich-Institut) als Arzneimittel registriert: Zulassungsnummer PEI.H.04761.01.111.

Weitere Produkte


Einzelnachweise

  1. Block MS et al.J. Oral Maxillofac. Surg. (2004) 62:67-72.
  2. Froum SJ et al.Int. J Periodont. Rest. (2006) 26:543-51.
  3. Minichetti JC et al.J. Oral Implantol. (2004) 30:74-82.
  4. Schmitt CM et al.Clin Oral Implants Res (2013) 24:576-85.
  5. Tsao YP et al.J. Periodontol. (2006) 77:416-25.
  6. Europäische Kommission: Richtlinie 2004/23/EG.Official Journal of the European Union (2004) L102:48-58.
  7. Europäische Kommission: Richtlinie 2006/17/EG.Official Journal of the European Union (2006) L38:40-52.
  8. Europäische Kommission: Richtlinie 2006/86/EG.Official Jouranal of the European Union (2006) L294:32-50.
  9. Bundesärztekammer.Deutsches Ärzteblatt (2001) 98:A1011-A1016.
  10. Schoepf C.International Magazine of Oral Implantology (2006) 1:10-15.
  11. Paul-Ehrlich-Institut. Gewebezubereitungen mit gültiger Zulassung.
    http://www.pei.de/DE/arzneimittel/gewebezubereitungen/gewebezubereitungen-node.html.
  12. Daten in Akten bei Tutogen Medical GmbH und RTI Biologics, Inc.
  13. Dayi E et al. J Int Med Res (2002) 30:168-73.
  14. Noumbissi SS et al. J. Oral Implantol. (2005) 31:171-9.
  15. Verordnung über die Anforderungen an Qualität und Sicherheit der Entnahme von Geweben und deren Übertragung nach dem Transplantationsgesetz (TPG-Gewebeverordnung – TPG-GewV)  vom 26. März 2008. Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 12 (2008):512-520.
  16. Paul-Ehrlich-Institut. Bundesanzeiger (2003) 103:12269-12270.
  17. Paul-Ehrlich-Institut et al. Bundesanzeiger (1994) 84:4742-4744.
  18. Rabenau HF et al. Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz (2008) 51:937-945.
  19. Committee for proprietary medicinal products, Note for Guidance on Virus Validation Studies: The Design, Contribution and Interpretation of Studies Validating the Inactivation and Removal of Viruses. 1996, The European Agency for the Evaluation of MedicinalProducts: London.
  20. World Health Organization, Annex 4: Guidelines on viral inactivation and removal procedures intended to assure the viral safety of human blood plasma products. 2004, World Health Organization. p. 150-224.
  21. DIN EN 14476:2013-10, Chemical disinfectants and antiseptics – Quantitative suspension tes t for the evaluation of virucidal activity in the medical area – Test method and requirements (Phase 2/Step 1) 2013.
  22. Viral inactivation study during Tutoplast Allograft manufacturing process
  23. DIN EN ISO 11137-1, Sterilisation von Produkten für die Gesundheitsfürsorge – Strahlen – Teil 1: Anforderungen an die Entwicklung, Validierung und Lenkung der Anwendung eines SterilisationsProzesss für Medizinprodukte. 2013.
  24. Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben (Transplantationsgesetz – TPG) vom 4. September 2007. Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 46 (2008):2206-2220.
  25. Bundesärztekammer. Deutsches Ärzteblatt (2005) 102:a2968-a2975.
  26. Schilling-Leiß D et al. Transfusion Medicine and Hemotherapy (2008) 35:453-462.
  27. Arzneimittelgesetz (AMG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. Dezember 2005. Bundesgesetzblatt Teil I Nr. 73 (2005):3394-3469.